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Copyright 2017 - Freiwillige Feuerwehr Nußdorf / Traisen

Gründung und Entwickelung der FF Nussdorf

 

Nach zahlreichen Bränden in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts entschloss sich eine Gruppe von Männern aus Nußdorf und Reichersdorf unter Führung von Franz Reschenhofer zur Gründung einer Feuerwehr. Nach Rückfrage beim Feuerwehrobmann Prof. Schnek in St.Pölten wurde am 26.Dezember 1893 beschlossen, eine Feuerwehr zu gründen.
 
Bei der konstituierenden Feuerwehrversammlung am 14.Januar 1894 in Nußdorf gab der Obmann des damaligen Feuerwehr-Landesverbandes Prof. Schnek die Aufgaben und Statuten einer Feuerwehr bekannt, worauf sich 60 Mann aus Nußdorf und Reichersdorf zum Feuerwehrdienst und weitere 40 Anwesende als unterstützende Mitglieder meldeten.
 
Bei der anschließenden Wahl wurde Bürgermeister Franz Reschenhofer aus Nußdorf zum Hauptmann, Johann Haipl aus Reichersdorf zum Hauptmannstellvertreter und Eduard Fenninger aus Nußdorf zum Kassiert gewählt.
 
Weiters wurden gewählt:
 
Zugführer:  Wurst Alois, Reichersdorf
 
Zeugwart:  Josef Fink, Nußdorf
 
Schriftführer:  Carl Aumann, Nußdorf
 
Am 11.März 1894 fand die 1. Mannschaftsübung statt. Zwei Tage später traf die 1. Feuerwehrspritze Fabrikat Kernreiter-Wien in Nußdorf ein.
 
Der 1. Brand, zu dem die Feuerwehr gerufen wurde, war in Angern und zwei Tage später in Hilpersdorf. Am Pfingstsonntag des Jahres 1894 fand bei strömendem Regen die Weihe der beiden Feuerspritzen aus Nußdorf und Reichersdorf statt. Die Spritzenpatinnen sind unbekannt.
 
 

Die Trennung:

 

Bei der Generalversammlung, die am 20.Januar 1895 in Reichersdorf stattfand, wurde in Anwesenheit des Obmannes vom Bezirksfeuerwehrverband Herzogenburg, Hernn Herzog, die Trennung der Wehr in Feuerwehr Nußdorf und Feuerwehr Reichersdorf beschlossen. Hauptmann der Feuerwehr Nußdorf blieb Bürgermeister Reschenhofer und Hauptmann der Feuerwehr Reichersdorf wurde Johann Haipl.

Bei der 1.Versammlung ohne Reichersdorf wurde die Teilung in zwei Züge und die Festlegung der Einsatzgrenzen beschlossen. Im gleichen Jahr erbaute man noch das erste Gerätehaus bei der Schwemme im Oberort.

Nachdem es damals keine wie heute üblichen Hydranten gab, wurde 1899 ein Wasserwagen und 1900 ein Hydrophor (Pumpe) angekauft. Im Jahre 1907 beschloss man, dass bei Bränden die Feuerwehr mittels Feuerboten per Fahrrad zu verständigen sei.

Weiters sollten die Ortsvorsteher von Ried und Theyern wegen der starken Straßensteigung Vorspannpferde bereitstellen.

Zur Förderung der Geselligkeit und Kameradschaft wurde die Gründung eines Sängerbundens im Rahmen der Feuerwehr vorgeschlagen.

Die im Zuge des Wasserleitungsbaues im Jahre 1910 errichten Hydranten in einem Ortsteil von Nußdorf waren ein begrüßenswerter Beitrage zur Löschwasserversorgung. Die im Jahre 1915 fälligen Neuwahlen mussten verschoben, da durch den ersten Weltkrieg viele Kameraden eingerückt waren.

Bei der Generalversammlung am 12.Januar 1919 wurde Karl Hintermaier zum Hauptmann und Josef Wallner zum Hauptmannstellvertreter gewählt. Statt des Feuerwehrballes veranstaltete man ein Heimkehrerkränzchen.

1923 wurde erstmals eine Theateraufführung mit anschließendem Tanzkränzchen abgehalten. Der Reinerlös kam der Feuerwehr zur Anschaffung von Ausrüstung zugute.

1924 feierte die Wehr ihr 30jähriges Bestandsjubiläum im Rahmen eines Bezirksfeuerwehrtages.

Nachdem Nußdorf schon 1922 an das elektrische Netz angeschlossen war, wies Herr Hauptmann Wallner auf die besonderen Gefahren des elektrischen Stromes im Zuge einer Generalversammlung hin.

Auch 1925 und 1926 veranstaltete man die Theateraufführung mit dem Titel " Lupazivagabundes" nach Vorlage von Johann Nestroy. Vom Reinerlös wurde ein Fahrgestell für die Schiebeleiter und neue Blusen angeschafft.

1931 war der Bau der neuen Wasserleitung abgeschlossen. Durch die Aufstellung zahlreicher Hydranten trat eine bedeutende Verbesserung der Löschwasserversorgung in Nußdorf ein.

Bei der Einweihung am 19.Juni 1931 demonstrierte die Ortsfeuerwehr den unterschiedlichen Wasserdruck von Hydranten und Spritze.

1932 wurde wegen der allgemeinen Wirtschaftskrise die Abhaltung eines Balles verboten.

Der Vorabend des zweiten Weltkrieges und der Einfluss von Deutschland wirkten sich auch auf unsere Wehr aus.

Im Februar 1934 erläuterte Hauptmann Wallner die Pflichten eines Feuerwehrmannes und ermahnte die Mitglieder, in den Reihen der Wehr keine Politik zu bringen. Hauptmann Wallner damals: "Feuerwehrmännern ist es untersagt, an politischen Versammlungen in Uniform teilzunehmen ! "

Am 1.Mai 1934 wurde das neue Spritzenhaus ( ein Raum neben dem Gemeindeamt) unter der Beteiligung der Feuerwehr Reichersdorf und des Heimkehrerbundes eingeweiht. Eine Umsiedelung war wegen der hohen Feuchtigkeit im alten Gerätehaus notwendig geworden.

 

 

 

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